Wörterbuch
für den Bauernhofurlaub im Schwarzwald
Altenteiler: So nennt man die Ruheständler auf den
Schwarzwaldhöfen. Meistens sind Sie noch ganz schön schaffig. Und wissen viel zu
erzählen.
Leibgeding: So nennt man auch das Altenteiler-Häusle oder die
bäuerliche Rentnerwohnung auf dem Hof. Viele schwarzwälder Leibgedinghäuser
haben zwei gemütliche Ferienwohnungen im Dachgeschoss.
Heu – Öhmd – Stroh: Wird das Gras einer Wiese zum ersten Mal im
neuen Jahr gemäht und getrocknet, gibt dies das duftende Heu.
Wird die Wiese noch weitere Male gemäht, so nennt der Landwirt dieses Futter
Öhmd.
Und Stroh schließlich findet man auf den Schwarzwaldbergen selten. Schließlich
lohnt sich der Getreideanbau kaum. Nur die Halme des Getreides nach der Ernte
heißen Stroh.
Kleiner Tipp: Wenn es während der Heutrocknungszeit regnet oder sehr altes Gras
gemäht wird, dann kann dieses auch recht gelblich aussehen. Es wird trotzdem
kein Stroh daraus.
Bulle - Stier – Ochse: 3 Männer der Familie Rind
Der Bulle ist der Mann von der Kuh. Einen Bullen könnte man auch als Stier
bezeichnen.
Ein Ochse ist ein „zahmer“ Bulle, er ist nämlich kastriert.
Kalbin – Färse – Milchkuh – Mutterkuh: 4 Frauen der Familie
Rind
Kalbin heißt auch Färse. Sie ist eine jugendliche Kuh, die noch kein Kälbchen
zur Welt brachte. Erst mit Kälbchen steigt sie in die Altersgruppe der Kühe auf.
Die Milchkuh hat also schon mindestens ein Kälbchen zur Welt gebracht: Die
Bauersleute melken sie täglich zwei Mal. Nur nicht, wenn sie schon wieder hoch
schwanger ist (trächtig, wie der Bauer sagt). Beim Melken darfst Du auf unseren
Höfen dabei sein.
Mutterkuh heißt Frau Rind, wenn das Kälbchen seine Mutter melkt und nicht der
Bauer.
Großflächendesigner: Man könnte den Menschen mit diesem Beruf
auch Landwirt nennen, in Bilderbüchern heißt er auch Bauer
Festmist - Gülle: 2 Arten von Naturdünger
Wenn die Kuh mal muss, dann manchmal im Stall. Und weil die Kuh gutes Heu oder
Grassilage und anderes gutes Futter bekommt, 4 Mägen besitzt und gut kaut, macht
sie wunderbare Produkte und keine „Stinker“. Wenn der Bauer dabei ihren Kot auf
Stroh sammelt, dann lagert er ihn auf einer Miste. Diese Masse wird ganz schön
fest. Der Festmist ist bester Dünger.
Die Gülle hingegen ist vom „kleinen und großen“ Geschäft der Kuh. Der Bauer
sammelt sie in der Güllegrube oder im Güllebehälter. Zum richtigen Zeitpunkt
nutzt er sie als Dünger.